Impulsworkshop – Destruktive Bindungen lösen – von primären bis heutigen
Bindungen sind für die psychische Entwicklung grundlegend – doch wenn sie destruktiv verlaufen, können sie über Jahrzehnte hinweg das Leben bestimmen. Früh erlernte Muster von Abhängigkeit, Angst und Schuld wirken fort, beeinflussen Beziehungen im Erwachsenenalter und prägen auch therapeutische Prozesse. Besonders in der Arbeit mit traumatisierten Menschen ist das Erkennen und Bearbeiten solcher Dynamiken entscheidend.
Der Workshop bietet eine differenzierte Betrachtung destruktiver Bindungsmuster auf Basis langjähriger klinischer und supervisorischer Erfahrung in der Traumatherapie. Es wird verdeutlicht, wie primäre Bindungserfahrungen fortwirken, welche Mechanismen destruktive Beziehungen stabilisieren und welche Schritte im therapeutischen Kontext notwendig sind, um Betroffenen einen Ausweg zu ermöglichen.
Inhalte
– Primäre Bindungsmuster und ihre Folgen bis ins Erwachsenenalter
– Dynamiken von Abhängigkeit, Schuld und Loyalität im Kontext traumatischer Erfahrungen
– Bindung, Dissoziation und Trauma – Zusammenhänge verstehen
– Therapeutische Strategien zur Lösung destruktiver Bindungen
– Praxisbeispiele und Austausch zu komplexen Fallkonstellationen
Nutzen
– Vertiefte fachliche Kenntnisse über Bindungstheorien in der Traumatherapie
– Erkennen von Übertragungs- und Gegenübertragungsdynamiken in destruktiven Beziehungen
– Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten in Therapie, Supervision und Beratung
– Konkrete Impulse, um Ressourcen für tragfähige und heilsame Bindungen zu stärken
Zielgruppe
Psychotherapeut:innen, Ärzt:innen, Psycholog:innen, Heilpraktiker:innen für Psychotherapie, Pflegepersonal, Pädagog:innen sowie Berater:innen, die mit Betroffenen in Forensik, Psychiatrie, Gerontologie, Rehabilitation, Beratungsstellen, NGOs und Behörden arbeiten.