Offener Workshop – In Bewegung kommen! Von Klopftechniken über Walken bis Yoga – was hilft wem?
Bewegung und körperorientierte Techniken sind mehr als „Auflockerung“ – für Menschen mit Trauma-, Stress- und Angststörungen sowie Dissoziation können sie entscheidend sein, um Körpergefühl zurückzugewinnen, Nervensysteme zu regulieren und Symptome effektiv zu mildern. Nicht jede Methode passt für jede Betroffene: Manche finden in Yoga Ruhe, andere in körperbezogenen Verfahren wie Walken oder Klopftechniken (EFT/Tapping), die schnelle Regulation ermöglichen.
Studien zeigen: Trauma-sensitive Yoga reduziert PTBS-Symptome deutlich im Vergleich zu Wartelistenkontrollen. PMC Meditation und Yoga zusammen bewirken Verbesserungen bei Angst, Depression und Stress. PMC+1 EFT / Tapping (Emotional Freedom Techniques) weist in Meta-Analysen moderate bis große Effekte bei PTBS, Angst und Depression auf. PMC+2Frontiers+2
In diesem Workshop erkunden wir, welche Bewegungs- und Körpertechniken bei welcher Symptomatik sinnvoll sind – und wie sie angepasst werden müssen bei Dissoziation, erhöhter Reizbarkeit oder körperlicher Sensitivität.
Inhalte
– Wirkweise von Trauma-sensitivem Yoga bei PTBS, Angst und Depression (z. B. Atemarbeit, Körperempfindung, Haltung)
– Klopftechniken (EFT / Tapping): was bewegt sich in Körper und Psyche, wie wirken sie, wie sicher sind sie bei DIS oder starker Dissoziation
– Moderate Bewegung: Walken, sanftes Körpertraining – wie es regulierend wirkt, auch ohne Leistung – Bedeutung der Regelmäßigkeit
– Grenzen erkennen: wann körperliche Techniken Überstimulation oder Retraumatisierung begünstigen
– Kombination mit anderen Verfahren: Ressourcenarbeit, Atem, achtsame Körpererfahrung
– Praktische Übungen – ausprobieren, austauschen
Nutzen
– Verständnis dafür, welche körperbezogenen Techniken bei welchen Symptomen (PTBS, Angst, Depression, DIS) sinnvoll sind
– Werkzeuge, um Bewegung und körperorientierte Methode sicher und wirksam anzuwenden
– Strategien zur Regulation des Nervensystems und Stabilisierung
– Inspiration für die eigene Praxis, um passende Bewegungsangebote zu finden bzw. anzupassen
Zielgruppe
Die Offenen Workshops richten sich an alle, die mit Fragen von Therapie, Gesundheit und persönlicher Entwicklung befasst sind – aus professioneller, betroffener oder interessierter Perspektive. Eingeladen sind Psychotherapeut:innen, Ärzt:innen, Psycholog:innen, Heilpraktiker:innen für Psychotherapie, Pflegekräfte, Pädagog:innen, Sozialarbeiter:innen, Berater:innen, Seelsorger:innen, Mitarbeitende in NGOs, Behörden, Forensik, Psychiatrie, Gerontologie und Rehabilitation ebenso wie Kriminolog:innen, Polizist:innen, Profiler, Rechtsanwält:innen und Staatsanwält:innen.
Darüber hinaus sind Betroffene, Angehörige und interessierte Laien willkommen, die ihr Wissen erweitern und eigene Erfahrungen in einen fachlich fundierten Rahmen einordnen möchten.
Alle Workshops sind zertifiziert, professionell und verständlich aufbereitet – für Fachleute genauso gewinnbringend wie für Menschen ohne Vorkenntnisse.