Organisierte sexuelle Ausbeutung – Teil 2: Begleitung, Stabilisierung und Ausstieg
Betroffene organisierter sexueller Gewalt sind hochgradig traumatisiert und leben unter starkem Täterdruck. Die therapeutische Begleitung erfordert stabile Arbeitsbeziehungen, Sicherheit und klare Strukturen. Europäische und deutsche Studien (u. a. Universitätsklinikum Ulm, Psychotherapeutenjournal 2025) bestätigen die gravierenden psychischen Folgen und die Notwendigkeit spezialisierter Traumatherapie.
Inhalte
– Typische Symptome: PTBS, Angsstörungen, Depressionen, Dissoziation, Flashbacks, Täterintrojekte, Selbstverletzungen, Suizidalität
– Stabilisierung und Ressourcenarbeit als Grundpfeiler
– Arbeit mit inneren Anteilen und dissoziativen Systemen
– Umgang mit Bedrohung und Retraumatisierung
– Sicherheitsmaßnahmen beim Ausstieg und Risiken durch Täterkontakte
– Selbstschutz für Helfende: Supervision, Grenzen und Teamarbeit
Zielgruppe
Psychotherapeut:innen, Ärzt:innen, Psycholog:innen, Heilpraktiker:innen für Psychotherapie, Pflegepersonal, Pädagog:innen sowie Berater:innen, die mit Betroffenen in Forensik, Psychiatrie, Gerontologie, Rehabilitation, Beratungsstellen, NGOs und Behörden arbeiten. Ebenso Kriminolog:innen, Polizist:innen, Profiler, Rechtsanwält:innen und Staatsanwält:innen, die mit Tätergruppen oder Opfern in diesem Feld befasst sind.
Hinweis
Aus Sicherheitsgründen wird jede Anmeldung individuell überprüft. Die Teilnahme ist ausschließlich nach erfolgter Bestätigung möglich. Für alle Veranstaltungen gelten strengste rechtliche Vorgaben zum Schutz der Betroffenen. Dazu gehören die konsequente Einhaltung der ärztlichen und therapeutischen Schweigepflicht, umfassender Datenschutz nach geltendem Recht (einschließlich DSGVO), die Wahrung aller Persönlichkeitsrechte sowie ein lückenloser Schutz vor jeder Form von Weitergabe oder missbräuchlicher Nutzung vertraulicher Inhalte.