Michaela Huber 2

Sonderseminar 2: Arbeit mit der strukturellen Dissoziation bei organisiert ausgebeuteten Kindern / Jugendlichen / Erwachsenen

3-teilige aufeinander aufbauende Fortbildung zum Thema: „Organisierte Ausbeutung, Sadismus und rituelle Gewalt”

Strukturelle Dissoziation bedeutet eine Aufteilung der Persönlichkeit unter hohem Stress. Sie erfolgt nie zufällig, sondern nach bestimmten Funktionen, die dem Überleben dienen. Bei früher Gewalt wachsen die situativ entstanden Verhaltens-Zustände eines Kindes gar nicht erst zusammen, sondern bleiben getrennt. Zusätzlich gilt: bei organisiert ausgebeuteten Kindern werden dissoziative Prozesse durch die professionellen „Ausbilder“ unter den Tätern gezielt ausgelöst, gesteuert und „kodiert“ (mit Namen oder Zahlen und Funktionen versehen). Außerdem entstehen durch Depersonalisations-Erfahrungen Beobachter-Zustände sowie freundliche und hilfreiche innere Anteile, die von den betroffenen Kindern meist sehr tief innerlich versteckt werden, aber in der Beratung/Therapie ausgesprochen wichtig sein können. Daher wird sorgfältige Innenarbeit stets von außen nach innen erfolgen: Mit den (oft relativ ahnungslosen) Alltags-Persönlichkeiten beginnend; diese müssen stabilisiert und stabil gehalten werden, damit die Alltagsfunktionen aufrechterhalten werden können. Gleichzeitig gilt es, behutsam das Vertrauen aufzubauen, dass auch innere abgespaltene Beobachter- und Helferanteile als Ratgeber und „Co-TherapeutInnen“ aufgebaut werden können. Es gilt, die innere gute Intuition, die innere Weisheit sowie eine Vorstellung von einem positiven, selbstregulativen inneren Selbst aufzubauen und zu fördern. Allerdings ist bei noch vorhandenem Einfluss durch äußere Täter sowie dem Agieren der Täterintrojekte ein (oft von allen Beteiligten als quälend langsam erlebtes) behutsames Vorgehen erforderlich, damit die Persönlichkeit nicht weiter auseinanderbricht. Wie fragen wir uns durch das Persönlichkeitssystem hindurch und sammeln Informationen, damit die inneren HelferInnen damit arbeiten können? Was tun, wenn die äußeren TäterInnen den Druck verstärken? Wie kann man sich den typischen Aufbau einer Persönlichkeit vorstellen, die früh „Trainings“ von TäterInnen erhalten hat? Was ist, wenn „Programme“ (systematisch aufgebaute Gedanken-, Gefühls- und Verhaltenszwänge) losgehen? Warum gilt: „Sobald die Täter Sie/Euch wieder haben – kein falsches Heldentum!“ und was bedeutet das für den Ausstiegs-Prozess? Wie können wir charakteristische Programm-Arten und den Aufbau solcher Zwangs-Ketten erkennen und verstehen? Wie arbeiten wir mit täterloyalen und täteridentifizierten Anteilen sowie dem ganzen Persönlichkeitssystem daran, die Gedankenverzerrungen und quälenden, oft selbstzerstörerischen Handlungsimpulse aufzulösen? Was ist überhaupt Deprogrammierung? Und was kommt nach dem Zwang?

Freitag 12.00 – 19.00 Uhr und Samstag 11.00 – 18.00 Uhr

Datum

27. - 28.10.2023

Uhrzeit

12:00

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Hybridveranstaltung
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